Prävention im Fokus: Vorsorge ist kein Luxus

Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 35-jährigen Bestehen der KNAPPSCHAFT in Sachsen stand das Thema Prävention im Mittelpunkt einer lebhaften Podiumsdiskussion.

Chemnitz, 16. Januar 2026 - Warum Prävention früher ansetzen muss und mehr ist als ein Schlagwort, darüber wurde bei der Festveranstaltung zum 35-jährigen Bestehen der Knappschaft Sachsen in Chemnitz offen diskutiert – unter anderem mit Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping sowie Expertinnen und Experten der Knappschaft aus Medizin und Sozialversicherung. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Gesundheitsvorsorge Menschen tatsächlich erreicht und im Alltag wirksam wird.

Mit einer Festveranstaltung beging der KBS-Standort Chemnitz am 16. Januar 2026 sein 35-jähriges Jubiläum. Rund 50 geladene Gäste aus dem sächsischen Gesundheits- und Sozialwesen sowie aus Politik und Kommunen folgten der Einladung und brachten damit ihre besondere Verbundenheit zum Ausdruck.

Petra Brakel, Vorsitzende der DRV KBS-Geschäftsführung (re.) im Gespräch mit Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (li.).

Inhaltlich stand neben dem Rückblick auf 35 Jahre engagierte Arbeit in Chemnitz und den Außenstellen vor allem das Thema Prävention im Fokus. In der gesundheitspolitischen Podiumsrunde wurde schnell deutlich: Trotz hoher Ausgaben schöpft das Gesundheitssystem sein Potenzial nicht aus. Für Dr. med. Norman Bubnick, Chefarzt der Knappschafts-Klinik Warmbad, ist das ein klares Signal. Prävention müsse anders priorisiert und deutlich früher gedacht werden. Aus medizinischer Sicht sei es entscheidend, Gesundheitsvorsorge nicht erst dann zu thematisieren, wenn Beschwerden auftreten.

Auch Petra Brakel, Vorsitzende der Geschäftsführung der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See, plädierte dafür, Prävention neu zu denken. An Angeboten mangele es nicht – die eigentliche Herausforderung liege darin, Menschen wirklich zu erreichen. Individuell zugeschnittene Programme und persönliche Ansprache seien dabei zentrale Erfolgsfaktoren.

Genau hier setzte Thorsten Zöfeld, Leiter der Regionaldirektion Chemnitz, an. Die Mitarbeitenden vor Ort stehen jährlich mit zehntausenden Versicherten im direkten Austausch. Dieses Vertrauensverhältnis biete große Chancen, Prävention noch stärker in den Alltag der Menschen zu tragen – ein Ansatz, der künftig weiter ausgebaut werden soll.

Dass Gesundheitsvorsorge möglichst früh beginnen sollte, darin waren sich die Podiumsgäste einig. Dr. med. Norman Bubnick sprach sich dafür aus, Prävention bereits im Kindesalter stärker zu verankern. Auch Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping unterstrich diesen Gedanken. Neben strukturellen Veränderungen sieht sie bereits im bestehenden System Möglichkeiten, Bewegung und Gesundheitsbewusstsein selbstverständlicher in den Alltag zu integrieren – etwa durch niedrigschwellige Angebote in Schulen.

Ergänzt wurde der Austausch durch einen fachlichen Impuls von Dr. med. Norman Bubnick, der das Thema Prävention aus medizinischer Perspektive vertiefte, sowie durch kurze filmische Beiträge, die zeigten, wie präventive Ansätze konkret vor Ort umgesetzt werden.

Die Veranstaltung wurde live übertragen. Der Mitschnitt ist auf dem YouTube-Kanal der KNAPPSCHAFT verfügbar und kann dort jederzeit noch einmal angesehen werden. Über folgenden QR-Code gelangen Interessierte direkt zum Kanal.

Livestream-Mittschnitt im YouTube-Kanal der KNAPPSCHAFT